Bürgerbus-Verein Radevormwald eV

Neuigkeiten

Herzlich willkommen im Neuigkeiten-Bereich des Bürgerbus-Vereins.
Schön, dass Sie zu uns reinschauen.

Sehen Sie sich einfach um - auch auf der linken Spalte - in den Kategorien:
Hauptmenü - Der Bus - Der Verein.
Die Seiten werden regelmäßig aktualisiert – bleiben Sie auf dem neuesten
Stand und schauen Sie ruhig mal wieder rein.
Hier finden Sie aktuelle und archivierte Informationen. Wenn Sie eine Mitteilung suchen,
die Sie mal vor einiger Zeit gesehen haben, melden Sie sich einfach bei uns. Wir schauen
dann in unserem Archiv nach.

Der Bürgerbus-Verein Radevormwald wünscht allen Bürgern einen schönen Tag -
bei jedem Wetter. Und eine gute Fahrt - kommen Sie sicher an Ihr Ziel.

 

03.08.2020 Bürgerbus fährt (fast) wie immer

Beim Bürgerbus fast alles wie immer

Nachdem der Bürgerbus vor einigen Wochen den eingeschränkten Fahrbetrieb aufgenommen hat, lief die telefonische Anmeldung bei einem Fahrtwunsch sehr gut. Wichtig sind ab Montag, 3. August, weitere Lockerungen:

Der Bürgerbus fährt dann wieder lt. gültigem Fahrplan und kann bis 7 Personen gleichzeitig befördern. Allerdings gelten wie in den „großen“ Bussen die Corona-Regeln: Maskenpflicht und vor dem Einsteigen Hände desinfizieren. Die Fahrerinnen und Fahrer helfen beim Einsteigen mit Rollatoren und Einkaufswagen. Um Leerfahrten zu vermeiden, werden die Fahrgäste auf der Honsberg-Linie gebeten, den Bus 20 Minuten vor der Abfahrtzeit unter Telefon 0151/17 33 69 90 anzufordern, beim Wupperblitz sind es 30 Minuten.

Der Fahrer ist weiterhin durch eine Klarsichtfolie vom Fahrgastraum abgetrennt, daher kann der 8. Platz auf dem Beifahrersitz nicht belegt werden. Es gibt dann nicht nur Einzelfahrscheine zu 1,80 € bzw. 1,00 € für Jugendliche bis 14 Jahre, sondern wieder wie gewohnt 4-er Mehrfahrtenkarten zu 6,80 €. Schwerbehinderte mit amtlichem Ausweis und gültiger Marke sowie Inhaber von gültigen VRS-Tickets fahren kostenlos.

Wolfgang Schneidewind

 

BM-Bericht „Neue Lockerungen beim Bürgerbus" - 29.07.2020

17.08.2020 19 Uhr, Burgstraße 8, ist es wieder soweit. Was ist denn dann?

  • Ja, dann ist Fahrertreff beim Bürgerbus-Verein.
  • Und was wird da gemacht?
  • Da kann man sich unverbindlich rund um den Bürgerbus-Verein informieren beziehungsweise informieren lassen.
  • Darf man einfach hingehen?
  • Selbstverständlich. Da kann jeder hinkommen.
  • Wann und wo ist das denn?
  • Schau mal oben. Da steht es genau beschrieben. 
  • Wie geht das denn da?
  • Du kommst einfach und setzt dich hin und hörst dir mal an, was dort besprochen wird.
  • Wie lange dauert es?
  • Etwa nur eine Stunde.
  • Oh, das geht ja noch. Und dann?
  • Wenn du Fragen hast oder was sagen willst, darfst du dies selbstverständlich dort machen. Du kannst auch mit einer Fahrerin oder einem Fahrer sprechen - vielleicht kennst du sogar jemand - >mehr:
  • Und danach?
  • Dann gehst du nach Hause und lässt die eine Stunde einfach mal auf dich wirken.
  • Das werde ich mir überlegen - vielleicht komme ich mal. Ach so, wann ist immer euer Treffen?
  • Einmal Im Monat. Der Termin wird etwa eine Woche vorher auf dieser Seite mitgeteilt.

Ja, dann mal tschüss. Vielleicht sehen wir uns, 

Gerd Fahlenbock.

17.08.2020 Vorstandssitzung und Fahrertreff und Ehemaligentreff "Seniorenstammtisch" - alles in Burgstraße 8

Vorstandssitzung um 18:00 Uhr in Haus Burgstraße

Fahrertreff um 19:00 Uhr in Haus Burgstraße

Ehemaligentreff um 19:30 zum Fahrertreff in Haus Burgstraße

Es dürfen beim Fahrertreff auch interessierte Bürger teilnehmen, um so zwanglos einen
Einblick in den Bürgerbusbetrieb zu bekommen. Kommen Sie einfach vorbei und hören,
was es Neues um den Bürgerbus zu berichten gibt. Besuchen Sie uns, Sie werden staunen,
wie interessant der Bürgerbusbetrieb ist.

Oder, Sie sprechen einfach eine Fahrerin oder einen Fahrer (auch Ehemalige) an und
informieren sich direkt aus erster Hand. Vielleicht kennen Sie sogar SIE oder IHN.

Übrigens, auch die Ehemaligen können zum Fahrertreff kommen und dadurch an
ihrem Bürgerbus-Leben teilnehmen. - Herzlich willkommen!

Bürger fahren für Bürger.

Gerd Fahlenbock

Wir informieren Sie immer auf dieser Seite - auf Abstand

Bleiben Sie alle gesund, oder werden Sie es schnell.

Miteinander –  auf Abstand.


Ihr Bürgerbus-Team

04.06.2019 Praktische Vorführungen und Infos rund um den Bürgerbus am Hürxthal-Haus

Am Dienstag, 4. Juni, veranstaltet Aktiv 55 plus im Haus Hürxthal,
Schlossmacherstr. 2, eine Präsentation zum Thema Rollator.

Der 1. Vorsitzende vom Bürgerbus-Verein Radevormwald e. V., Eberhard
Wolff, wird von 16 bis 18 Uhr mit dem Bürgerbus vor Hürxthal stehen und
Interessenten zeigen, wie einfach es ist, mit einem Rollator oder
Einkaufswagen den Bürgerbus zu benutzen. Nämlich beim Ein-- und
Aussteigen helfen die ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrer beim Ein-
und Ausladen.

An dem Nachmittag gibt es darüber hinaus für Jeden Auskünfte über den
Bürgerbus, den Fahrplan sowie über die Erkundungsfahrten und
Kaffeefahrten mittwochs nach Filde.

Wolfgang Schneidewind

 

2019-04-08 173447

2019-04-08 173356

09.05.2019 Bürgerbus startet erste Kaffeefahrt

Bericht BM vom 10.05.2019

2019-05-10 BM Brgerbus startet erste Kaffeefahrt

Die Ortschaft Filde mit ihrem Landhaus war das Ziel der Ausflügler.Trotz des regnerischen Wetters hatten sie Spaß. Foto: Flora Treiber

05.04.2019 - Einweihung neuer Bürgerbus

Präsentation des neuen Bürgerbusses

 
Die dritte Generation des Radevormwalder Bürgerbusses konnte am 5.4.2019 vor der Sparkasse in Radevormwald vorgestellt werden. Dank einer großzügigen Spende der Sparkasse und der Zuschüsse des Landes wurde die Neuanschaffung des Busses nach fast acht Jahren möglich.
 
Bis zu acht Personen können auf fünf Linien im Stadtgebiet an sieben Tagen in der Woche mitfahren. Insgesamt werden 74 Haltestellen bedient. Die meisten Bürger haben damit eine Haltestelle fast vor ihrer Haustür. Die Fahrgäste, wie manche in Rade immer noch meinen, müssen kein Mindestalter haben. Der Bürgerbus wird als Ergänzung zum öffentlichen Nahverkehr für Jung und Alt von 25 ehrenamtlichen begeisterten Fahrerinnen und Fahrern gefahren.
 
So werden im Jahr fast 7.000 Fahrgäste, davon ca. 3.000 Schwerbehinderte gefahren. Im Jahr werden knapp 30.000 km für die Bürgerinnen und Bürger in Rade zurückgelegt.
 


Erhard Hombrecher

 

 

 

 

2019-04-05 02 Buergerbus neu 050419 pm2

BM: Der neue Bürgerbus ist seit Freitagnachmittag offiziell in Dienst gestellt (v.l.): Eberhard Wolff, die älteste Mitfahrerin Maria Bonrath, Uwe Orzeske und Sparkassenvorstand Alexander Still. Foto: Meuter, Peter (pm)

 

BM-Bericht vom 06.04.2019 - Neuer Bürgerbus rollt ab Montag

 

2019-04-05 01 Buergerbus neu 050419 pm1

 

2019-04-05 03 Buergerbus neu 050419 pm3

 

2019-04-05 04 Buergerbus neu 050419 pm4

 

2019-04-05 05 Buergerbus neu 050419 pm5

 

2019-04-05 07 Buergerbus neu 050419 pm9

 

2019-04-05 06 Buergerbus neu 050419 pm6

 

2019-04-05 08 Buergerbus neu 050419 pm13

 

2019-04-05 Buergerbus neu 050419 pm14

Fotos: Meuter, Peter (pm)

 

2019-04-05 22 19-04-05 3. Brgerbus 35

 Foto: Edu Otter

 

 

Weitere Bilder und Filme von der Einweihung gibt es in der Galerie - hier

Auch Teil 2 gibt es in der Galerie - hier

Es ist    k e i n    Passwort einzugeben.

 

Für die Bereitstellung des Bildmaterials an dieser Stelle ein herzliches
Dankeschön an:

Erhard Hombrecher (Fotos), Fred Klappstein (Fotos), Peter Meuter (pm) (Fotos),
Edu Otter (Fotos und Filme).

 

Gerd Fahlenbock

 

 

 

 

Wie kommt ein Bürgerbus-Verein zu einem neuen Bus?

Eine wahrhafte Geschichte - mehr.

Geschichte

24.05. 2019 - Warum Bürgerbus in Radevormwald?               


Die Idee eines Bürgerbusses kam aus den Niederlanden. So ist es naheliegend, dass vor 35 Jahren der erste Bürgerbus in NRW in Legden/Ahaus an der holländischen Grenze ins Leben gerufen wurde. Die Anregung für Radevormwald kam von einem unserer Vorstandsmitglieder aus Neviges/Tönisheide. Friedel Müller und die UWG sorgten für die notwendigen Voraussetzungem im parlamentarischem Raum. Es wurde im Jahre 2003 unser Verein gegründet. Die OVAG als zuständiges Verkehrsunternehmen ist unser Betreuer und Partner in allen Sachen, auch mit der zuständigen Bezirksregierung in Köln.

Am 1. Juni 2004 wurde dann der Fahrbetrieb aufgenommen, wir in Radevormwald waren der 52. Bürgerbus in NRW. Mittlerweile sind es 140 (Stand: 2019) Bürgerbusse, die allein in NRW verkehren.

Aufgabe des Bürgerbusses ist, dort zu verkehren, wo die "normalen" Busse aus technischen oder wirtschaftlichen Gründen nicht fahren können. So haben Nicht-Motorisierte vor allem in den Außenbezirken die Möglichkeit, nach Fahrplan mit einem öffentlichen Verkehrsmittel in die Innenstadt sowie zum Wupper-Markt zu kommen, natürlich auch wieder zurück. Es sind aber nicht nur Senioren und Seniorinnen, die mitfahren. Wir nehmen Fahrgäste aus allen Altersgruppierungen mit.

Bei dem Bürgerbus handelt es sich um einen Kleinbus, der 8 Personen befördern kann und nach einem festen Fahrplan verkehrt. Da sich die Fahrerinnen und Fahrer ehrenamtlich zur Verfügung stellen und nur für ein Dankeschön das Lenken übernehmen, sind Fahrpreise ohne städtische Zuschüsse möglich.

25 Fahrerinnen und Fahrer haben sich gemeldet und eine theoretische und praktische Prüfung sowie einen Gesundheitscheck absolviert. Der Einsatz erfolgt ca. zwei halbe Tage im Monat.

Außerdem wird sonntags die Möglichkeit geboten, mit einem so genannten „Gottesdienst-Bus“ aus vielen Bereichen die Kirchen in der Innenstadt zum Gottesdienst zu erreichen und auf Wunsch auch zurück gefahren zu werden.

Im April 2019 konnten wir nach harten Verhandlungen unseren dritten Bus in Betrieb nehmen. Es ist ein Mercedes-Sprinter mit modernstem Dieselantrieb (ein Erdgas-Bus wird nicht mehr angeboten). Unser 2. Bus ist ein "Mercedes Sprinter 316 NGT (Natural Gas Technology)" mit Automatik und umweltfreundlichem Erdgas-Antrieb, er ist seit Mai 2011 im Einsatz und dient jetzt als "Gottesdienst-Bus" sonntags sowie als Reservebus.

Den ersten Bus aus dem Jahr 2004 haben wir im April 2019 mit über 350 000 km verkauft.

Wolfgang Schneidewind

 

 

 

05.04.2019 - Präsentation des neuen Bürgerbusses

 
Die dritte Generation des Radevormwalder Bürgerbusses konnte am 5.4.2019 vor der Sparkasse in Radevormwald vorgestellt werden. Dank einer großzügigen Spende der Sparkasse und der Zuschüsse des Landes wurde die Neuanschaffung des Busses nach fast acht Jahren möglich.
 
Bis zu acht Personen können auf fünf Linien im Stadtgebiet an sieben Tagen in der Woche mitfahren. Insgesamt werden 74 Haltestellen bedient. Die meisten Bürger haben damit eine Haltestelle fast vor ihrer Haustür. Die Fahrgäste, wie manche in Rade immer noch meinen, müssen kein Mindestalter haben. Der Bürgerbus wird als Ergänzung zum öffentlichen Nahverkehr für Jung und Alt von 25 ehrenamtlichen begeisterten Fahrerinnen und Fahrern gefahren.
 
So werden im Jahr fast 7.000 Fahrgäste, davon ca. 3.000 Schwerbehinderte gefahren. Im Jahr werden knapp 30.000 km für die Bürgerinnen und Bürger in Rade zurückgelegt.
 
Erhard Hombrecher

 

 

04.04.2019 - Wie kommt ein Bürgerbus-Verein zu einem neuen Bus?

Eine wahrhafte Geschichte.     

Erfahrungen des Bürgerbus-Vereins Radevormwald

Mitwirkende

 

  1. Behindertenbeauftragter nebst Stellvertreter
  2. Bezirksregierung (bewilligt die staatlichen Fördermittel)
  3. Verkehrsunternehmen (bestellt den neuen Bus)
  4. Verkehrsministerium (entscheidet, welche Art von Bus gekauft werden darf)
  5. Verein, der sich für ältere Menschen einsetzt
  6. Landrat
  7. Bürgerbus-Verein

 

Namen werden aus Datenschutzgründen (auch verfremdet) nicht genannt.

 

Wo ist das Problem?  

Wenn ein Bus Bürger transportiert, macht er das gerne zuverlässig. Nach etlichen Jahren und vielen Kilometern sind aber seine Kraftreserven leer. Bevor man ihn zum Schrottplatz bringt, wo er dann mit dem Tode ringt, möchte er aber, dass ein neuer Bus ihm nachfolgt, sodass die Bürger weiterhin zuverlässig von A nach B, manchmal auch nach C kommen.

 

Aber: Wie kommt der Bus zu seinem Nachfolger?

 

Hier ist die Theorie.

  1. Das Verkehrsunternehmen beantragt bei der Bezirksregierung einen Zuschuss, den die Landesregierung alle sieben Jahre für eine Ersatzanschaffung gewährt.
  2. Der Zuschuss wird bewilligt.
  3. Das Verkehrsunternehmen bestellt den neuen Bus.
  4. Viele Arbeiter schrauben den Bus zusammen. (Um der Wahrheit die Ehre zu geben: Manche Maschinen helfen ihnen dabei.)
  5. Der Bürgerbus-Verein zahlt den Rest des Kaufpreises.
  6. Der Bus nimmt seine Tätigkeit auf.

 

Das hatte schon zweimal so funktioniert, eigentlich sollte es wieder so sein. Aber weit gefehlt. Denn jetzt folgt die Realität der Theorie auf dem Fuße.

 

Hier ist die Realität.

Im Frühjahr

Der Bürgerbusverein stellt Anfang Februar 2018 fest, dass der aktuelle Bus in einem halben Jahr das Ende seiner Dienstzeit erreicht haben wird. Deshalb kümmert man sich um einen geeigneten Nachfolger. Autohäuser werden aufgesucht, Gespräche geführt, Angebote werden erbeten und manchmal auch erhalten. Schließlich wird man sich einig. Das auserwählte Autohaus will das Verkehrsunternehmen benachrichtigen, damit es die Bestellung vornimmt.

Ende gut, alles gut, so könnte man meinen. Aber was geschieht in der Folgezeit? Nichts!

Als bis Ende März immer wieder dasselbe geschah, nämlich nichts, erfuhr der Bügerbus-Verein, bevor ein Bus bestellt werden könne, müsse der Landesbehindertenbeauftragte seine Zustimmung geben. Dieses Amt wurde vom Bürgerbus-Verein um Hilfe gebeten. Dem Verein wurde mitgeteilt, dass ein Gutachten vom zuständigen Behindertenbeauftragten benötigt werde, aus dem hervorzugehen habe, dass Behinderte problemlos den Bus benutzen können.

Der Verein wartete jetzt auf dieses Gutachten.

 

Im Sommer

Als man bis Juli vergeblich gewartet hatte, musste etwas geschehen. Es wurde bei der Bezirksregierung nachgefragt.

Dort war zu erfahren, dass der Behindertenbeauftragte zwar einen Antrag gestellt hatte, der aber nicht genehmigungsfähig gewesen sei. Im seinem neuen Bewilligungsschreiben müsse er darlegen, dass auch ohne einen rollstuhlgeeigneten Bus Behinderte am öffentlichen Leben teilnehmen könnten. Denn die Landesregierung wünsche nur noch Niederflurfahrzeuge, mit denen Menschen im Rollstuhl transportiert werden können. Die Verwaltungsvorschrift zum betreffenden Gesetz sei geändert worden.

Diese Aussage stimmte so aber nicht, was im betreffenden Amtsblatt nachzulesen ist.

Der Bürgerbus-Verein informierte umgehend das Verkehrsunternehmen, was der Behindertenbeauftragte zu schreiben habe, damit der Förderantrag genehmigt werden könne.

Sicherheitshalber sollte auch der Behindertenbeauftragte selbst informiert werden, doch dieser war im Urlaub. Sein Stellvertreter wusste nichts Genaues, beteuerte aber, wegen der Dringlichkeit schnell tätig werden zu wollen.

Eine Nachfrage im Verkehrsministerium ergab, dass der Vorgang „Radevormwald“ dort bekannt war. Die einzige Begründung des Behindertenbeauftragten sei gewesen, ein rollstuhlgerechter Bus (= Niederflurbus) sei für den Verein zu teuer. Das Argument, dass Rollstuhlfahrer durch ein örtliches Taxiunternehmen mit speziellen Fahrzeugen transportiert werden, sei dagegen überzeugend. Die Aussage der Bezirksregierung, dass das Ministerium nur noch Niederflurfahrzeuge fördern wolle, verwies das Verkehrsministerium in den Bereich der Gerüchte. Es gebe auch gute Gründe, einen nicht rollstuhlgerechten Bus (= Hochflurbus) anzuschaffen (Besonderheiten der Topographie, fehlende Bordsteine).

Aber das Ministerium könne doch dem Behindertenbeauftragten nicht sagen, was er schreiben solle. Der Bürgerbus-Verein entgegnete, dann könne er das doch tun.

Und so geschah es auch. Der Stellvertreter des Behindertenbeauftragten wurde sofort am 10. Juli mit Argumenten als Argumentationshilfen versehen und das Verkehrsunternehmen über die Inhalte der geführten Telefonate informiert.

Nach einer Woche war vom Verkehrsunternehmen zu erfahren, der Stellvertreter des Behindertenbeauftragten tue sich schwer, die Bescheinigung auszustellen. Er wolle das sehr genau machen und müsse bei den Kommunen nachfragen, wie die Versorgung der Rollstuhlfahrer gesichert sei. Es sei keine schnelle Lösung in Sicht.

Eine sofortige Nachfrage ergab, es sei schwierig zu bescheinigen, dass Menschen mit Behinderungen gut versorgt seien. Zwei andere Bürgerbus-Vereine bräuchten auch Bescheinigungen, hätten aber noch keine Rückmeldung gegeben. Er habe aber einen Aktenvermerk gemacht und sich beim Sozialamt erkundigt. Auch bei einem örtlichen privaten Verein, der sich für ältere Menschen einsetzt, wolle er sich erkundigen. Der Hinweis auf topographische Schwierigkeiten und fehlende Bürgersteige für Niederflurbusse überzeuge ihn nicht. Da müsse er bei der Stadtverwaltung nachfragen. Die Bescheinigung, die nicht anerkannt wurde, sei von April gewesen. Jetzt sei es nicht möglich, innerhalb von zwei Tagen eine neue Bescheinigung auszustellen.

Jetzt kam der private Verein ins Spiel. Man habe den stellvertretenden Behindertenbeauftragten so verstanden, dass nur noch Niederflurbusse angeschafft werden sollen, die seien dem Verein aber zu teuer. Der private Verein benötigte eine Aufstellung der Argumente gegen einen Niederflurbus, da er nicht in der Materie sei.

Das war auch nicht zu erwarten.

Eine Nachfrage beim Sozialamt ergab einerseits, dass man dort von einer Anfrage nichts wusste.

 

Am 26.7. war der Behindertenbeauftragte zu erreichen. Er hatte ein neues Schreiben mit neuen Begründungen, die er vom Bürgerbus-Verein erhalten hatte, bereits fertig (z.B. keine Busbuchten vorhanden, Halt auf der Straße notwendig, wobei ein Niederflurbus nachteilig sei). Diese Argumente seien auch auf Reichshof und Morsbach übertragbar. Das Schreiben gehe heute noch mit der Post an das Verkehrsunternehmen raus.

Das Verkehrsunternehmen seinerseits war sehr überrascht, dass das Schreiben schon fertig sei. Es habe gehört, der Vorgang solle noch zwei Wochen dauern. Das Begründungsschreiben werde umgehend an die Bezirksregierung weitergeleitet, die gegenüber dem Verkehrsunternehmen sehr hilfsbereit sei.

Wenn es etwas Neues gibt, werde sich das Verkehrsunternehmen melden.

Hoffnung machte sich breit im Bürgerbus-Verein. Man meinte, Licht am Ende des Tunnels erspähen zu können. Aber weit gefehlt.

In der nächsten Woche ist das Verkehrsunternehmen zuerst nicht erreichbar. In der Bezirksregierung weiß man nicht, dass die zuständige Stelle in Urlaub ist.

Das Verkehrsunternehmen hat aber das Schreiben des Behindertenbeauftragten inzwischen an das Ministerium weitergeleitet. Man wolle sich zu Beginn der kommenden Woche erkundigen.

Während das Verkehrsunternehmen vier Tage später mal wieder nicht erreichbar ist, ist am 7.8. im Verkehrsministerium zu erfahren, dass die Zuständige, die über Hoch- oder Niederflurbus entscheidet (Man ahnt es schon.), in Urlaub sei. Die Dame, die sich an ihrem Apparat meldet, stellt den Bürgerbus- Verein durch zu einer anderen Person. Diese teilt mit, dass die Bezirksregierung das Schreiben des Verkehrsunternehmens erhalten habe, es gebe aber noch eine Rückfrage an dieses. Auskunft könnte ggf. die Stellvertreterin in der Bezirksregierung geben.

Diese Stellvertreterin weiß von zwei Rückfragen an das Verkehrsunternehmen:

1. Ist der Behindertenbeauftragte auch der zuständige Beauftragte?

2. In dessen Schreiben werde auf die Problematik der Niederflurbusse eingegangen. Sei auch ein Hochflurbus mit einer Rollstuhlvorrichtung denkbar?

Im sich anschließenden Gespräch erklärt der Behindertenbeauftragte, er habe noch keine Information vom Verkehrsunternehmen. Zu den beiden Rückfragen sagt er, dass er doch schon erklärt habe, wie die Aufgabenverteilung in seinem Amt sei. Auf den Hinweis, wenn in einem Hochflurbus ein Rollstuhllift im Gepäckraum eingebaut sei, könne man keine Rollatoren mehr befördern, meint er, er sei ja in dieser Materie auch nicht drin, wolle aber dies in seine Begründung aufnehmen, wenn er Kontakt mit dem Verkehrsunternehmen habe. Von anderen Bürgerbusvereinen habe er auch schon gehört, dass es immer mehr Fahrgäste mit Rollatoren gebe.

Der Landrat, der im Nachbarort bei der Beschaffung eines Busses sehr hilfreich war, wird vom Bürgerbus-Verein kontaktiert. Seine Sekretärin bittet um eine Darstellung der Probleme per e-mail.

Nebenbei: Inzwischen ist für den Nachbarort der Bus geliefert worden für einen Verein, der noch gegründet werden muss, für Fahrer, die noch gefunden werden müssen. Daher steht dieser Bus bewegungslos in der Halle, und die Garantiezeit läuft. Nur für unseren Verein, der einen Bus dringend braucht (zu den Einzelheiten später), ist immer noch keine Bestellung erfolgt.

 

In den nächsten Tagen ist im Verkehrsunternehmen wieder niemand erreichbar. Schließlich erfolgt dann am 9.8. ein Anruf. Wenn das ergänzende Schreiben des Behindertenbeauftragten eingegangen sei, werde es sofort zum Verkehrsministerium weitergeleitet.

 

Ein Anruf dort ergibt am 14.8., dass die Vertreterin im Verkehrsministerium (Man ahnt es schon wieder.) auch in Urlaub sei und nicht vertreten werde.

 

Bei der Bezirksregierung ist zu erfahren, dass die Sache jetzt bei Ministerium zur Entscheidung liege. Wir erinnern uns: Das ist wegen diverser Urlaube offensichtlich in absehbarer Zeit nicht möglich.

 

Doch gelingt es am 16.8., den Vorgesetzten im Verkehrsministerium zu ermitteln. Dieser äußert sich, dass auch er entscheiden könne. Er wolle sich einlesen und sich nach Möglichkeit noch am selben Tag melden.

 

Zwei Tage später meint er, er wolle der Entscheidung nicht vorgreifen.

 

Am 23.8. lässt der Landrat eine e-mail schreiben, in dem er sich für das Engagement im Ehrenamt bedankt, was aber auch nicht wesentlich weiterhilft.

In der nächsten Woche meldet sich am 28.8. das Verkehrsministerium.

Der neue Antrag sei eingegangen. Was der Behindertenbeauftragte geschrieben habe, passe jetzt. Das Ministerium habe gerade mit der Bezirksregierung telefoniert. Diese informiere jetzt das Verkehrsunternehmen. Eine Kleinigkeit sei noch zu klären, aber das habe nichts mit der Genehmigung zu tun. Das Verkehrsunternehmen könne jetzt den Antrag auf Bezuschussung bei der Bezirksregierung stellen.

Zwei Tage (30.8.) später teilt das Verkehrsunternehmen per e-mail mit, dass die Freigabe der Mittel erfolgt sei und jetzt ein neuer Bus bestellt werden könne.

Große Freude, man könnte auch sagen Vorfreude, machte sich Ende August im Bürgerbus-Verein breit. Man glaubte sich endlich am Ziel.

Der aktuelle Bus, der immer noch „neu“ genannt wird, war mehrfach defekt und sollte, das wusste man zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht, immer öfter ausfallen, sodass sein Vorgänger (hervorstechende Eigenschaft: Man sieht ihn nicht, doch man hört ihn schon.) immer wieder und länger zum Einsatz kommen musste.

 

  • Die Schiebetür machte ihrem Namen keine Ehre mehr.
  • Die Lenkung musste repariert werden.
  • Die Auspuffanlage war ebenfalls kaputt.
  • Dann kam der Super-Gau: Totalschaden des Motors. Eine Reparatur war unmöglich. Ein neuer Motor musste eingebaut werden.
  • Die Schiebetür funktionierte wieder nicht.
  • Dann stand der Bus vier Wochen in der Werkstatt, weil ein Ersatzteil für die Gasanlage nicht aufzutreiben war.
  • Das war es wieder die Schiebetür.
  • Schließlich war das gute Stück nicht mehr von der Stelle zu bewegen. Die Bremsen hingen fest.

 

Im Verein herrschte großes Entsetzen. Man knirschte mit den Zähnen und raufte sich die Haare, sofern es etwas zu knirschen und zu raufen gab.

 

Im Herbst

Drei Wochen später ( 20.9.) teilt das Autohaus, das seit Februar auf die Bestellung wartet, dem Verein mit, dass immer noch keine Bestellung eingegangen sei.

Es ist wieder schwierig, das Verkehrsunternehmen zu erreichen. Doch schließlich ruft man zurück. Der Förderantrag liege jetzt bei der Bezirksregierung. Dort müsse er bearbeitet werden. Dauer: ca. 2 Wochen. (Man achte darauf: Besagte zwei Wochen werden bis zum 26.10. dauern.) Das Verkehrsunternehmen meint, die Genehmigung könne in der nächsten Woche vorliegen.

Auch bei der Bezirksregierung ist die zuständige Stelle schwer erreichbar.

Um 15.25 Uhr ist nach Auskunft einer Vertreterin um diese Uhrzeit die Zuständige nicht mehr da.

 

Am folgenden Tag (21.9.) ruft diese zurück. Der Antrag des Verkehrsunternehmens sei eingegangen. Um nicht aufdringlich zu wirken, wird auf die Frage, wie lange denn die Bearbeitung ggf. dauern könnte, vorsorglich verzichtet.

In der folgenden Woche ist das Verkehrsunternehmen wieder nicht erreichbar.

Doch schon nach einer Woche ist zu erfahren, dass das Verkehrsunternehmen noch keine Nachricht von der Bezirksregierung habe. Man wolle dort nachfragen und deshalb eine e-mail schreiben und werde sich morgen früh melden.

Vier Tage später (27.9.) teilt das Verkehrsunternehmen mit, die Bezirksregierung sei bisher nicht zu erreichen gewesen, die Stelle sei wohl nur vormittags erreichbar. Man wisse aber, dass Ende der Woche der Förderbescheid vorliegen solle. Man wolle weiterhin versuchen, die Bezirksregierung zu erreichen, um den Vorgang zu beschleunigen.

Dort ist am selben Vormittag niemand erreichbar

Am 11.10. berichtet der Vereinsvorsitzende von einem Gespräch mit dem Verkehrsunternehmen, die Bezirksregierung habe sich bei ihm beschwert, dass der Bürgerbus-Verein bei ihr anrufe. Das sei Sache des Verkehrsunternehmens. Wenn das weiterhin geschehe, geschehe gar nichts mehr.

15 Tage (26.10.) später ruft das Verkehrsunternehmen an. Die Bezirksregierung habe den Förderantrag genehmigt. In wenigen Tagen werde die Genehmigung beim Verkehrsunternehmen sein. Dann werde man sofort bestellen.

Am 11.11.2018 fragt der Bürgerbus-Verein beim Verkehrsunternehmen per e-mail an, ob der Bus bestellt sei, erhält aber keine Antwort.

Drei Tage später schreibt der Wagenmeister, dass bei Mercedes die Bestellung eingegangen sei. Liefertermin sei im Februar/März 2019.

 

Das Verkehrsunternehmen bestätigt am 16.11.2018 die Bestellung.

 

November 2018

 

Der Bürgerbus-Verein benötigt die Auftragsbestätigung, um bei einem Sponsor aktiv werden zu können. Das Autohaus sagt, diese könne nur an das Verkehrsunternehmen geschickt werden. Daraufhin telefoniert der Bürgerbus-Verein mit diesem, das zusichert, sie sofort zu schicken. Der Verein wartet darauf (Stand 27.11.2018).

Am 29.11.2019 bestätigt das Verkehrsunternehmen die Auftragsbestätigung des Autohauses vom 12.11.2018.

 

Als Liefertermin wird Ende Februar/Anfang März 2019 genannt.

 

März 2019

 

Das Verkehrsunternehmen ruft in der 2. Märzwoche beim Bürgerbus-Verein an. Der Zuständige vereinbart, am Freitag, den 22.3., nachmittags mit Vertretern des Bürgerbus-Vereins nach Wuppertal zu fahren und den Bus beim Autohaus abzuholen. Am Morgen des 21.3. wird der Termin beim Verein abgesagt. Man sei verhindert, und es fehlen noch Unterlagen, um den Bus zulassen zu können. Eine Rückfrage beim Autohaus ergibt, dass dort kein Abholtermin am 22.3. bekannt sei. Der Vertreter des Autohauses will am 22.3. den Fahrzeugbrief persönlich zum Verkehrsunternehmen bringen. Das Auto könne dann im Laufe der 3. Märzwoche abgeholt werden. Beim Verkehrsunternehmen ist niemand telefonisch erreichbar.

 

Am Montag, den 25.3.2019, kann der Bürgerbus-Verein beim Autohaus den Bus abholen.

 

Fazit: Wenn es ein Jahr lang dauert, einen Kleinbus zu bekommen, dann darf man sich nicht wundern, wenn es bei Flugplätzen länger dauert.

 

Eberhard Wolff - 04.04.2019

 

 

  



18.08.2014 Die Erfolgsgeschichte: Radevormwalder Bürgerbus fährt
seit 10 Jahren ab 1. Juni 2004

  Chronik Die Erfolgsgeschichte Radevormwalder Brgerbus faehrt seit 10 Jahren ab 1. Juni 2004  
   

Wolfgang Schneidewind berichtet in seiner Chronik über die Erfolgsgeschichte des
Radevormwalder Bürgerbusses. Der gesamte Inhalt der Chronik steht im Anhang
zur Verfügung.

 

GF